Alles - in Liebe.

Andacht zur Jahreslsoung vom Leiter der Wuppertaler Stadtmission, Paul-Gerhard Sinn:

 

War sich Paulus eigentlich im Klaren, was er da in seinem Brief forderte? Nichts weniger als „alles“ nimmt er in den Blick: Alles, was ich tue – mit meinen Händen oder auch mit Worten; alles, was ich denke und plane, das große Ganze wie auch das alltäglich Kleine, Banale; die Aktivitäten, mit denen ich gerne glänze und auch die, die ich am liebsten delegiere; das Angenehme und das, auf was ich gut und gerne verzichten könnte; was ich alleine tue, mit und für liebe Menschen oder auch für jene, die mich an den Rand der Verzweiflung treiben – eben alles, was ich tue!


Und das stellt Paulus in den direkten Zusammenhang mit der Liebe. Ein weiterer Begriff, bei dem ich fragen muss, was der Apostel Paulus damit meint. In seiner Zeit und Sprache gab es für „Liebe“ verschiedene Worte und Bedeutungen. Darum ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass die Bedeutung des deutschen Wortes unbedingt erklärungsbedürftig ist, um Paulus zu verstehen.


Er benutzt für „Liebe“ an dieser Stelle das griechische Wort agape. Einige Seiten weiter vorne in seinem Brief nimmt er sich viel Zeit, um die zentrale Bedeutung dieses Wortes zu erklären (1. Korinther 13). Der Abschnitt ist berührend, lebensnah und eine große Herausforderung. Wer über die Bedeutung dieses Wortes nachdenkt, begegnet Gott. Es wird deutlich: Gott ist die Liebe. Sein Sohn Jesus Christus buchstabiert diese Liebe mit seinem Leben und Sterben. Das Ziel seiner Liebe sind wir Menschen, ganz persönlich. Sie will uns berühren, befreien, verändern und heilen.


Jetzt finden diese beiden Seiten der Jahreslosung langsam in mir zusammen: alles – in Liebe!


Alles, was mich ausmacht und mir begegnet, taucht in das heilende Licht der Liebe Gottes, auch die dunklen Seiten. Ich möchte wach sein, um das wahrzunehmen. Denn sie verändert alles und lässt mich aufatmen! Gottes Liebe verändert meine Beziehung zu mir selbst, zu meinem Nächsten und meine Haltung zur Schöpfung. Ich selbst werde in Gottes Sinne ein Liebender. Ich schöpfe aus der Quelle seiner Liebe und wende mich mutig und kraftvoll meinem Alltag zu.


Ein befreiender Impuls: Was Paulus fordert, liegt gar nicht so sehr allein in meiner Hand, sondern geschieht mit mir, weil Gottes Liebe durch mich in dieser Welt wirken will.


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