Neue Mitarbeiterin in der WSM

Am 1. September begann die Wahlkölnerin ihren Dienst, zu dessen Schwerpunkt die Entwicklung und der Aufbau der „Ladenkirche“ in der Barmer Fußgängerzone gehören wird. Dafür bringt sie einiges an Erfahrung mit, denn die letzten 17 Jahre war sie verantwortlich für das LICHTBLICK - Café & mehr der Ev. Brückenschlag-Gemeinde in Köln Stammheim.

 

(1) Frau Gensichen, verraten Sie uns die wesentlichen Eckpunkte Ihres Lebens?

Ich komme vom Niederrhein, bin in Wesel und Düsseldorf aufgewachsen und habe in Berg-Gladbach Abitur gemacht. Über eine Krankenpflegeausbildung in Bonn, ging es nach Freiburg zum Sozialarbeitsstudium. Anschließend war ich als Schulsozialarbeiterin in einer Gesamtschule in Berlin-Hellersdorf tätig. In Berlin habe ich als Ehrenamtliche im Café Impuls in Berlin-Pankow christliche Caféarbeit kennengelernt. - 2003 hat mich eine Stellenausschreibung nach Köln gelockt Seitdem leite ich dort das Lichtblick Café + mehr, ein Projekt der Ev. Brückenschlaggemeinde mit Café, Buch- und Eine-Welt-Laden und Kleiderkammer.

 

(2) Was lässt Sie nach so langer Zeit aufbrechen – und warum ausgerechnet Wuppertal?

Ich gehöre zu den Menschen, die neue Möglichkeiten sehr positiv wahrnehmen und freue mich, nochmal ein neues Tätigkeitsfeld zu entdecken. Wuppertal ist es geworden, weil mich diese Stelle reizt. Sie deckt einige Aspekte ab, die ich schon lange in eine meine Arbeit einbinden möchte: die Möglichkeit kirchlicher Arbeit an ungewöhnlichen Orten in Innenstadtlage und eine Klientel mit anderem sozialen Bedarf als dies in einem dörflichen „Veedel“ in Köln der Fall war. Gleichzeitig ermöglicht sie mir, weiter mit Ehrenamtlichen zu arbeiten und meine Erfahrungen aus Berlin und Köln einzubringen. So verbindet die Arbeit bei der Stadtmission für mich Kontinuität und Neues. – Und nach Wechseln von Freiburg nach Berlin und von Berlin nach Köln, ist Wuppertal von Köln aus doch gleich um die Ecke. ;-)

 

(3) Was haben Sie von Wuppertal schon wahrgenommen?

Ich bin noch dabei die Stadt und besonders Barmen zu entdecken. Es fällt mir auf, wie grün Wuppertal ist und wie viel Geschichte diese Stadt hat – aus einer ganz anderen Zeit als Köln oder Düsseldorf, aber ebenso prägend über die Stadt hinaus.

Mich beschäftigen die vielen leeren Schaufenster in der Barmer Innenstadt. Im Rahmen des ökumenischen Kirchentages vor Ort hatte ich die Gelegenheit einen kleinen Eindruck verschiedener religiöser Orte im Umfeld zu bekommen. Das hat Lust auf mögliche Zusammenarbeit gemacht.

 

(4) Was zeichnete das LICHTBLICK - Café & mehr aus? Was sind seine besonderen Stärken?

Meine letzte Stelle zeichnete sich durch eine große Vielfalt aus: Es gab (und gibt) ein Café, den Buch- und Eine-Welt-Laden, die Kleiderkammer, Beratung, seelsorgerliche Gespräche und ein großes Team ehrenamtlich Mitarbeitender, die sich ganz unterschiedlich engagieren. So ist es auch möglich, verschiedene Menschen anzusprechen: Die einen nutzen das Café, die nächsten den Laden, wieder andere die Kleiderkammer oder zuletzt auch das mobile Angebot im Park.

 

(5) Welche dieser Eigenschaften und Stärken lassen sich auf das Innenstadtprojekt der Wuppertaler Stadtmission übertragen, und wo lässt es sich nicht vergleichen bzw. liegt das Besondere der geplanten Ladenkirche?

In meinem inneren Bild ist die Ladenkirche ebenso ein Ort gelebten Glaubens und Vielfalt - mit unterschiedlichen Menschen, die sich dort engagieren. Ein wichtiger Unterschied ist die Lage (Innenstadt statt Vorort mit dörflichem Charakter) und damit auch die Nutzerklientel: Ich gehe davon aus, dass die Bandbreite der möglichen Nutzer*innen in der Innenstadt von Barmen größer ist: Bewohner der Innenstadt und Menschen, die zum Einkaufen unterwegs sind, Schülerinnen und Schüler und Menschen ohne festen Wohnsitz.

 

(6) Die Ladenkirche ist ein Projekt neben vielen weiteren Arbeitsbereichen der Wuppertaler Stadtmission. Wo sehen Sie die besonderen Herausforderungen/Aufgabenbereiche?

Ja, so spannend das Ladenkirchenprojekt ist, so herausfordernd ist es auch: Zum Beispiel sollen ganz unterschiedliche Menschen angesprochen werden – und für den gleichen Ort begeistert und als Nutzer gewonnen werden, die in ihrem Alltag keinen gemeinsamen Raum nutzen würden. Auch gehe ich gehe davon aus, dass ein Ladenkirchenprojekt auf der Haupteinkaufsstraße von vielen als sehr ungewöhnlich wahrgenommen wird. Das wird Herausforderung und Chance zugleich.

 

Herzlich willkommen, wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!


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